Die Vier Teamtypen

Wie Vielfalt im Projekt zu kreativen Lösungen führt

Im Dragon Dreaming Projektdesign arbeiten wir mit vier verschiedenen Charaktertypen – Träumer, Planer, Handler und Feierer – und wir achten darauf, dass die Diversität in der Gruppe groß ist.

Hintergrund dieser Vorgehensweise sind die Erkenntnisse der Systemtheorie, nachdem homogene Systeme stabile Systeme sind und stabile Systeme keinen Phasenwechsel und damit keinen Übergang zu neuen Mustern zulassen.

Mini marshmallows in bowl
By Dvortygirl, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Ich wurde kürzlich an diese im Vielfaltigkeitsmanagement genutzen Erkenntnisse erinnert, als ich den lesenwerten Blogbeitrag The Marshmallow Challenge – über das Glücksgefühl beim Spaghetti-Türme-Bauen auf Connecting Design von Zwetana Penova las.

In der bei Design Thinkern sehr beliebten Marshmallow Challenge wird durch die Aufgabenstellung als vierer Team einen Turm mit 20 Spaghettis und einem Marshmallow an der Spitze exemplarisch gezeigt, wie inhomogene Teams viel besser auf ungewöhnliche Aufgaben reagieren können.

Etwa in der selben Zeit empfahl mir ein Freund das Video von Prof. Peter Kruse über Kreativität. Die Quintessenz hieraus ist, dass Kreativität nicht erzeugt werden kann, sondern das wir systemische Rahmenbedingungen schaffen können, die Kreativität ermöglichen. So ein indirekter Möglichkeitsraum ist Diversity, so Prof. Kruse. Damit meint er das Erhöhen von Unterschiedlichkeit im System. Dies führt im System zu einem internen Spannungsverhältniss und damit zu instabilen Phasen. Systeme mit instabilen Phasen erzeugen die Möglichkeit zum Übergang zum neuen Muster und das, so Prof. Kruse, nennen wir Kreativität.

Sehr spannend auch seine Ausführungen wie er persönlich für Kreativität sorgt und zwar durch Netzwerken und dem Nachbau des Gehirns in seinen Netzwerken durch unterschiedliche Charaktere von Menschen: Owner, Creator und Broker.

Projekte, die ich mit Dragon Dreaming gestalte, betonen deshalb auch immer den Vorteil für die Gruppenintelligenz, wenn ein Projektteam sich aus Menschen mit  verschiedenen Komfortzonen zusammensetzt. Jedes Team sollte Träumer, Planer, Handler und Feierer enthalten, damit ein ganzheitlicher und für alle stärkender Prozess in Gang kommt.

Wie geht das? Je nach Lebensphase, Projekt oder der Gruppendynamik nehmen wir unterschiedliche Rollen ein und handeln entsprechend dieser Rollen in unserer Komfortzone (Träumer, Planer, Handler oder Feierer). Indem wir am Anfang des Projektes unsere Komfortzone innerhalb dieser konkreten Aufgabenstellung erkunden, wissen wir zunächst warum wir und andere sich in dieser oder jener Weise zum Projekt positionieren und entsprechend in den einzelnen Projektphasen handeln. Dragon Dreaming ermuntern nun auch durch verschiedene achtsame Methoden, das jeder einzelne seine Komfortzone verlässt, sich neuen Herausforderungen stellt und daran lernt und wächst.

Für einen Überblick in die Methoden des Dragon Dreaming Projektdesign hier weiterlesen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.